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Lebenslauf Wolfgang Schüssel

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Wolfgang Schüssel Wolfgang Schüssel
Wolfgang Schüssel
Ein österreichischer Politiker (Österreichische Volkspartei). | An Austrian People's Party politician.
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KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Wolfgang Schüssel Lebenslauf

GER:

 

Wolfgang Schüssel (* 7. Juni 1945 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (Österreichische Volkspartei). Er gehörte ab 1989 der österreichischen Bundesregierung an und war von 1995 bis 2007 Bundesparteiobmann der ÖVP. Vom 4. Februar 2000 bis zum 11. Jänner 2007 war Schüssel österreichischer Bundeskanzler und als solcher im ersten Halbjahr 2006 Präsident des Europäischen Rates. Von 30. Oktober 2006 bis 8. September 2011 war er wieder Abgeordneter zum Nationalrat und bis 2008 Klubobmann des Parlamentsklubs der ÖVP.

 

Politische Karriere

Unmittelbar nachdem Wolfgang Schüssel 1968 das Studium der Rechtswissenschaft mit dem Erwerb des Doktorgrades abgeschlossen hatte, begann seine berufliche und politische Laufbahn in der ÖVP. Von 1968 bis 1975 war er Sekretär des Parlamentsklubs der Partei, von 1975 bis 1991 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, von 1979 bis 1989 Abgeordneter zum Nationalrat und von 1987 bis 1989 auch Klubobmann-Stellvertreter. In dieser Zeit war er an den Koalitionsverhandlungen der ÖVP mit der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) zur Weiterführung der großen Koalition nach der Nationalratswahl 1986 und an Österreichs Beitrittsverhandlungen zum EWR und mit der Europäischen Union beteiligt.

 

1989 wurde Schüssel als Nachfolger Robert Grafs (ÖVP) Bundesminister für Wirtschaftliche Angelegenheiten unter Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ, siehe Bundesregierung Vranitzky II). Am 22. April 1995 löste er Erhard Busek als Bundesparteiobmann der ÖVP ab. Von diesem übernahm er auch das Amt des Vizekanzlers, zugleich wechselte er als Bundesminister in das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, wo er Alois Mock (ÖVP) ablöste. Diese Funktionen übte er auch in den Regierungen Vranitzky IV (SPÖ-ÖVP-Koalition, 1994 bis 1996), Vranitzky V (SPÖ-ÖVP-Koalition, 1996 bis 1997) und Klima (SPÖ-ÖVP-Koalition, 1997 bis 2000) aus.

 

Nach der Nationalratswahlen 1999 war Schüssel bis zur Angelobung der neuen Regierung im Jahr 2000 kurzfristig Klubobmann der ÖVP im Nationalrat. Schüssel hatte vor den Wahlen angekündigt, in Opposition zu gehen, falls die ÖVP auf den dritten Rang der Wählergunst falle. Die Koalitionsregierung zerbrach und bei der folgenden Nationalratswahl am 24. November 2002 erreichte die ÖVP unter Führung Schüssels einen Rekordgewinn (+ 15,4 %) und einen Stimmanteil von 42,3 %. Gemäß dem Rotationsprinzip zur Präsidentschaft des Europäischen Rates folgte Schüssel am 1. Jänner 2006 Tony Blair als Ratspräsident der Europäischen Union nach; am 1. Juli 2006 übernahm Tarja Halonen, die Präsidentin Finnlands, das Amt. Am 20. und 21. Juni 2006 kam es zu einem Treffen der EU-Ratspräsidentschaft mit US-Präsident George W. Bush in Wien. Nach dem plötzlichen Tod der Innenministerin Liese Prokop am 31. Dezember 2006 übernahm Schüssel ab 1. Jänner 2007 (Angelobung: 2. Jänner 2007) vorübergehend, bis zur Angelobung einer neuen Bundesregierung, auch das Bundesministerium für Inneres.

 

Mit der Nationalratswahl am 1. Oktober 2006 fiel die ÖVP wieder hinter die SPÖ zurück. In der Folge wurde SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Schüssel führte in den Koalitionsgesprächen mit der SPÖ das Verhandlungsteam der ÖVP an. Am 9. Jänner 2007 wurde bekannt, dass Schüssel als ÖVP-Obmann zurücktreten und nicht als Minister im Kabinett Gusenbauer zur Verfügung stehen werde. Die neue Regierung wurde am 11. Jänner angelobt, Schüssel übergab in seinem ehemaligen Büro im Bundeskanzleramt am Ballhausplatz die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger. Als neuer ÖVP-Obmann war schon zuvor Wilhelm Molterer designiert worden, der in der neuen Regierung das Amt des Vizekanzlers und Finanzministers bekleidete. Schüssel übernahm von Molterer die Führung des ÖVP-Parlamentsklubs, die er nach der Nationalratswahl 2008 zurücklegte.

 

Schüssel, der auch für ein Amt in der EU-Kommission im Gespräch war, ist seit April 2007 Kuratoriumsmitglied der Bertelsmann Stiftung, seit März 2010 Aufsichtsratsmitglied des deutschen Energiekonzerns RWE und sitzt im European Advisory Board von Investcorps. Anfang September 2011 legte Schüssel aufgrund der Telekom-Affäre sein Nationalratsmandat zurück.

 

quelle

 

 

ENG:

 

Wolfgang Schüssel (born 7 June 1945) is an Austrian People's Party politician. He was Chancellor of Austria for two consecutive terms from February 2000 to January 2007. While being recognised as a rare example of an active reformer in contemporary Austrian politics, his governments were also highly controversial from the beginning, starting with the fact that he formed a coalition government with Jörg Haider's Freedom Party of Austria (FPÖ) on both occasions. In 2011, he retired from being an active member of parliament due to a multitude of charges of corruption against members of his governments.

 

Political career

He became Minister for Economic Affairs on 24 April 1989 in a coalition government under Chancellor Franz Vranitzky (SPÖ) formed by the Social Democratic Party (SPÖ) and the Austrian People's Party (ÖVP). On 22 April 1995, at the 30th Party Congress of the ÖVP, Schüssel was elected national leader of the Austrian People's Party.

 

On 4 May 1995, Wolfgang Schüssel was sworn in as Vice-Chancellor and Federal Minister for Foreign Affairs in Franz Vranitzky's fourth government. He held the same posts in Chancellor Vranitzky's fifth Cabinet. In Chancellor Viktor Klima's (SPÖ) first government, from 28 January 1997 to 4 February 2000, Schüssel was again Vice-Chancellor and Federal Minister for Foreign Affairs.

 

Following the 2006 election, Schüssel became Chairman of the ÖVP Parliamentary Group. He announced after the September 2008 election that he would continue to sit in parliament only as a backbencher; Josef Pröll was to replace him as Chairman of the ÖVP Parliamentary Group. In 2011, Schüssel retired from parliament due to massive charges of corruption against members of the governments led by him.

 

source

18 September 2012

updated: 2014-01-04

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