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Lebenslauf Ludwig Erhard

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Ludwig Erhard Ludwig Erhard
Ludwig Erhard
War ein deutscher Politiker der CDU. | Was a German politician and statesman. Died in 1977.
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KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Ludwig Erhard Lebenslauf

GER:

 

Ludwig Wilhelm Erhard (* 4. Februar 1897 in Fürth; † 5. Mai 1977 in Bonn) war ein deutscher Politiker (CDU), von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

 

Politische Tätigkeit ab 1945

1947 leitete er die Expertenkommission Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung der Finanzen der britisch-amerikanischen Bizone und war in dieser Funktion mit der Vorbereitung der Währungsreform betraut. 1947 wurde er Honorarprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1950 folgte er zusätzlich einem Ruf an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Am 2. März 1948 wurde Erhard auf Vorschlag der FDP zum Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und zeichnete damit für die Wirtschaftspolitik in den westlichen Besatzungszonen verantwortlich. Als Direktor der Verwaltung für Wirtschaft suchte Erhard 1949 die Rückgabe der durch die Nazis „arisierten“ Porzellanfirma Rosenthal Porzellan AG an die Familie des Unternehmensgründers Philipp Rosenthal durch Intervention bei den US-Militärbehörden zu verhindern.

 

Von 1949 bis zu seinem Tode 1977 war Erhard Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1949 bis 1969 zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ulm ins Parlament ein, 1972 und 1976 über die CDU-Landesliste Baden-Württemberg. Sowohl 1972 als auch 1976 oblag ihm als Alterspräsident die Eröffnung des Deutschen Bundestages.

 

Nach Adenauers Rücktritt am 15. Oktober 1963 wurde Erhard, seit 1957 bereits Vizekanzler, am folgenden Tag zum Bundeskanzler gewählt. Viele – allen voran Adenauer – glaubten, er sei als Kanzler ungeeignet. So wurde er mehrheitlich als eine Art Zwischenlösung angesehen mit der Hauptaufgabe, einen Wahlsieg bei der Bundestagswahl 1965 zu erringen. Erhard bildete am 26. Oktober 1966 eine Minderheitsregierung aus CDU und CSU. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wählte indes Kurt Georg Kiesinger zum Kanzlerkandidaten, der eine Große Koalition mit der SPD zustande brachte. Erhard trat schließlich am 1. Dezember 1966 zurück. Im Mai 1967 legte er auch den CDU-Vorsitz nieder.

 

Obwohl er als Wirtschaftsminister und Bundestagsabgeordneter seit 1949 ausschließlich für die CDU aktiv war, ist die Frage der formalen Parteimitgliedschaft Erhards nicht abschließend geklärt. Von 1966 bis 1967 war er Bundesvorsitzender, ab 1967 Ehrenvorsitzender der CDU.

 

Späte Jahre

Erhard blieb nach seiner Zeit als Bundeskanzler noch weitere elf Jahre Bundestagsabgeordneter. 1967 gründete er die Ludwig-Erhard-Stiftung, die seine wirtschaftswissenschaftlichen und Wirtschaftsordnungs-Vorstellungen wissenschaftlich und publizistisch weiter pflegen soll. Außerdem war er erster Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann Kunst-Stiftung zur Förderung der neutestamentlichen Textforschung (1964–1977), das die Arbeit des Instituts für Neutestamentliche Textforschung in Münster fördert. Ludwig Erhard starb am 5. Mai 1977 an Herzversagen in Bonn. Am 11. Mai 1977 fand aus Anlass seines Todes ein Staatsakt im Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt. Er fand seine letzte Ruhe auf dem Bergfriedhof in Gmund am Tegernsee.

 

quelle

 

 

ENG:

 

Ludwig Wilhelm Erhard (4 February 1897 – 5 May 1977) was a German politician affiliated with the CDU and Chancellor of West Germany from 1963 until 1966. He is notable for his leading role in German postwar economic reform and economic recovery ("Wirtschaftswunder", German for "economic miracle"), particularly in his role as Minister of Economics under Chancellor Konrad Adenauer in 1949, prior to his own ascension to the Chancellorship in 1963.

 

Political career

After the war, Erhard became economic consultant for the American military administration of Bavaria who made him Minister of Economics in the Bavarian cabinet of Wilhelm Hoegner. After the American and British administration had created the Bizone, Erhard became chairman of the Sonderstelle Geld und Kredit in 1947. In 1948 he was elected Director of Economics by the Bizonal Economic Council. On 20 June 1948, the Deutsche Mark was introduced. Erhard abolished the price-fixing and production controls that had been enacted by the military administration. This exceeded his authority, but he succeeded with this courageous step.

 

In the first free elections following the Nazi era, Erhard stood for election in a Baden-Württemberg district and was elected. In September, he was appointed Minister of Economics in the first cabinet of Konrad Adenauer, and kept the post for all 14 years of Adenauer's tenure. His party made his concept of social market economy part of the party platform. In July 1948, a group of southwest German businessmen had attacked the restrictive credit policy of Erhard as Economic Director.

 

After the resignation of Adenauer in 1963, Erhard was elected Chancellor with 279 against 180 votes in the Bundestag on 16 October. In 1965, he was re-elected. From 1966 to 1967, he also headed the Christian Democratic Union as de facto chairman.

 

Erhard's fall suggested that progress on German unification required a broader approach and a more active foreign policy. Chancellor Willy Brandt in the late 1960s abandoned the Hallstein Doctrine of previous chancellors and employed a new "Ostpolitik", seeking improved relations with the Soviet Union and Eastern Europe and thereby laying the groundwork for détente and coexistence between East and West. In the 1980s Chancellor Helmut Kohl, however, reverted to Erhard's approach in collaborating with the Reagan administration in its hard-line anti-Soviet policy.

 

Resignation and retirement

On 26 October 1966, Minister Walter Scheel (FDP) resigned, protesting against the budget released the day before. The other ministers who were members of the FDP followed his example — the coalition was broken. On 1 December, Erhard resigned. His successor was Kurt Georg Kiesinger (CDU), who formed a grand coalition with the SPD. Erhard continued his political work by remaining a member of the West German parliament until his death in Bonn on 5 May 1977. He was buried in Gmund, near the Tegernsee. The Ludwig Erhard-Berufsschule (professional college) in Paderborn, Fürth and Münster are named in his honour.

 

source

16 Oktober 2012

updated: 2013-12-04

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