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Lebenslauf Hans-Peter Martin

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Hans-Peter Martin
Ein österreichischer Journalist, Sachbuchautor, Abgeordneter des EU-Parlament sowie Gründer der Partei Liste Dr. Martin. | An Austrian journalist and politician.
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KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Hans-Peter Martin Lebenslauf

GER:

 

Hans-Peter Martin (* 11. August 1957 in Bregenz) ist ein österreichischer Journalist, Sachbuchautor, Politiker und Abgeordneter des Europäischen Parlaments sowie Gründer der Partei Liste Dr. Martin.

 

Politische Laufbahn

Mit seiner Liste Martin ist Martin europaweit die einzige Einzelperson, die es schaffte bei mehreren EU-Wahlen Abgeordnetenmandate zu erlangen. Durch diese Wahlerfolge ist Martin seit 1999 ununterbrochen Mitglied des Europäischen Parlaments. Aufgrund seiner Bekanntheit als EU- und Globalisierungskritiker ernannte die Sozialdemokratische Partei Österreichs Martin für die Europawahl 1999 als parteilosen Spitzenkandidaten, wodurch Martin im selben Jahr Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) wurde. Er trat der Partei auch danach nicht bei, verließ bald nach Meinungsverschiedenheiten die SPE-Fraktion und ist seitdem fraktionsloser Abgeordneter im Europäischen Parlament.

 

Europaweit bekannt wurde Hans-Peter Martin im März 2004 dadurch, dass er seinen Parlamentarierkollegen Korruption und Bereicherung durch unredliche Spesen- und Reisekostenabrechnungen vorwarf. Er filmte Parlamentarier, wie sie sich in Tagegeldlisten eintrugen, aber den Sitzungsort direkt danach wieder verließen. Bei der Europawahl 2004 kandidierte Hans-Peter Martin in Österreich für die von ihm dafür neu gegründete Liste Dr. Martin. Mit 14,04 Prozent der Stimmen wurde die Liste drittstärkste Kraft hinter SPÖ und ÖVP. Damit gewann die Liste zwei der 18 österreichischen Sitze im Europäischen Parlament. Neben Martin zog so noch Karin Resetarits, eine ehemalige Moderatorin des ORF, mit ins Parlament ein. Resetarits verließ allerdings 2005 nach Streitigkeiten mit Martin die Liste, um sich der liberalen Fraktion ALDE anzuschließen.

 

Am 29. Juli 2006 kündigte Martin ein Antreten mit einer Bürgerliste – der Liste Dr. Martin – bei der Nationalratswahl 2006 an. Binnen drei Wochen konnte die Bürgerliste 8311 Unterstützungserklärungen sammeln, was das Antreten bei den Wahlen ermöglichte. Die Liste Martin erreichte jedoch nur 2,80 % der Stimmen, womit sie an der Vier-Prozent-Hürde für den Nationalratseinzug scheiterte. Bei der Europawahl in Österreich 2009 erreichte die Liste Martin 17,7 % der abgegebenen Stimmen und damit drei Mandate. Mit dem Wahlerfolg der Liste Martin wird das bei der EU-Wahl 2009 überraschend schlechte Abschneiden rechtspopulistischer Parteien wie der FPÖ und des BZÖ erklärt.

 

Martin beschäftigt sich im Parlament vor allem mit Finanz- und Wirtschaftsthemen und erlangte im Februar 2010 Aufmerksamkeit, weil er schon früh eine volle Aufklärung der Finanzlage Griechenlands forderte. Im April 2009 hat Martin sein neuestes Buch, „Die Europafalle. Das Ende von Demokratie und Wohlstand“ veröffentlicht. Während seiner Laufbahn hat sich Martin vielmals kritisch gegenüber Lobbyismus geäußert, so zum Beispiel in der Europafalle. Auf seiner Webseite unterhält Martin seit April 2011 einen viel beachteten „Lobby- Ticker“, in dem er erhaltene Lobby-Einladungen und andere Versuche lobbyistischer Einflussnahme veröffentlicht.

 

Am 11. März 2012 veröffentlichte Martin nach mehreren Monaten Vorarbeit eine Webseite auf der er Informationen über den Lobbyismus der Atomindustrie öffentlich macht. Im November 2012 hatte der Atomticker bereits mehrere hundert Einträge.

 

quelle 

 

 

ENG:

 

Hans-Peter Martin (born August 11, 1957) is an Austrian journalist and politician who has been a Member of the European Parliament since 1999.

 

Early life

Born in Bregenz, Vorarlberg, Martin worked for the German weekly news magazine Der Spiegel. As a freelance writer, he has written and co-authored several popular books, among them the best-selling The Global Trap: Globalization and the Assault on Prosperity and Democracy (Die Globalisierungsfalle, 1996), Bitter Pills (Bittere Pillen) about the pros and cons of pharmaceuticals and The European Trap (Die Europafalle, only available in German but a partial translation is available on Martin's website), an inside analysis of European integration, faults of the European bureaucracy and lobbyism in the EU.

 

Political career

In the 1999 European Parliament elections Martin was selected as leader of the Social Democratic Party of Austria's group. However, differences with the party's leadership led to his complete break with the SPÖ. Since then Martin has been reelected twice through his independent candidate list, Hans-Peter Martin's List.

 

In the 2004 European Parliament elections Hans-Peter Martin decided to compete on his own party list "Hans-Peter Martin's List – For genuine control and transparency in Brussels". Martin's list also competed in the Austrian legislative elections of 2006, but received only 2.8% of the vote and thus was blocked from entry into the Austrian parliament by the requirement to at least have 4% of the vote.

 

In 2009, Martin flirted with the idea of heading a planned Austrian list of the pan-European eurosceptical alliance Libertas.eu, but later rebuffed Libertas' advances. While Libertas finally didn't manage to set up a list at all, Martin successfully competed again with his independent Hans-Peter Martin's List. He even surprised many by increasing his vote share to 18%, giving his list three seats in the European Parliament.

 

During his mandate Martin vocally campaigned for transparency and against lobbying. Since 2011 he collects and publishes all lobby invitations his office receives and in 2013 published an analysis. In total Martin collected more than 1400 "lobby attempts" during the two-year timespan and published a summary table ordered by category. Among examples of extraordinary lobbying Martin listed were all-inclusive travels to Azerbaijian, China and Switzerland as well as free conference invitations to Cyprus and London. He estimated the value of the two years of lobbying to up to 65,000 Euro.

 

source

29 September 2012

updated: 2013-11-21

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