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Lebenslauf Gesine Schwan

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Gesine Schwan
Eine deutsche Politikerin der SPD und Politikwissenschaftlerin. | A German political science professor and politician.
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KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Gesine Schwan Lebenslauf

GER:

 

Gesine Marianne Schwan (geborene Schneider; * 22. Mai 1943 in Berlin) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Mitglied der SPD. 2004 und 2009 kandidierte sie für das Amt der Bundespräsidentin, beide Male scheiterte sie aber im 1. Wahlgang gegen Horst Köhler. Gesine Schwan ist Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin.

 

Politische Laufbahn

Schwan war an der Gründung des Seeheimer Kreises beteiligt, der in den 1970er Jahren unter anderem neomarxistischen Positionen in der SPD entgegentrat. Zu Beginn der 1980er Jahre trat die bekennende Katholikin und streitbare Antikommunistin für den NATO-Doppelbeschluss ein. Da sie die laxe Art und Weise kritisierte, wie die SPD mit kommunistischen Regimes umging, wurde sie öffentlichkeitswirksam 1984 aus der SPD-Grundwertekommission ausgeschlossen. Sie vertrat damals die Position, dass Willy Brandt nicht dem damaligen Trend entgegengetreten sei, den Gegensatz zwischen Demokratie und Diktatur als reine Theorie zu bagatellisieren. 1996 wurde sie wieder in das Gremium aufgenommen. Von 1985 bis 1987 war sie Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft.

 

Vom 1. Oktober 1999 bis zum 1. Oktober 2008 war sie Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Ihre Wahl fand gut zwei Monate vor Amtsantritt am 22. Juli 1999 durch den Akademischen Senat des Hochschulrats Brandenburg statt, nachdem sie einige Monate zuvor bei den Präsidentschaftswahlen der Freien Universität Berlin ihrem Gegenkandidaten Peter Gaehtgens unterlegen war. Ihr Nachfolger als Viadrina-Präsident wurde Gunter Pleuger.

 

Am 16. Januar 2004 bezeichnete sie die aktuelle Diskussion zum Thema „Elite-Universitäten in Deutschland“ in einem Interview mit dem DeutschlandRadio Berlin als „kurzsichtig“. Ihr sei nicht klar, wie fünf oder zehn Elite-Universitäten das gesamte Bildungssystem verbessern sollten, kommentierte sie entsprechende Vorschläge. „Die Idee, dass eine demokratische Bildung und Gesellschaft von einigen Eliten vorangetrieben werden kann und alle anderen trotten hinterher, halte ich für völlig falsch.“ Im März 2008 erreichte sie ihr zentrales hochschulpolitisches Ziel, die Umwandlung der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder in eine Stiftungsuniversität. Seit dem 1. März 2008 ist die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) die erste Stiftungsuniversität im Land Brandenburg.

 

Gesine Schwan war von 2004 bis 2009 die Koordinatorin für die deutsch-polnische Zusammenarbeit der Bundesregierung. In dieser Funktion warb sie für ein tieferes Verständnis für Polen in der Bundesrepublik. Das Amt, das sie noch unter der Regierung Schröder angetreten hatte, behielt sie auch unter der Bundeskanzlerin der Großen Koalition, Angela Merkel. Ihre Nachfolgerin wurde die Staatsministerin beim Bundesminister des Auswärtigen, Cornelia Pieper. Im September 2010 war Schwan an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt.

 

quelle 

 

 

ENG:

 

Gesine Schwan (born 22 May 1943) is a German political science professor and member of the Social Democratic Party of Germany. The party has nominated her twice as a candidate for the federal presidential elections. On 23 May 2004, she was defeated by the Christian Democrat and former president Horst Köhler. On 23 May 2009, both competed again for this position and Horst Köhler won his second term.

 

Political activity

Schwan belongs to the German tradition of social democratic opposition to Karl Marx's theories. In September 1974, she was one of the founding members of the Seeheimer Kreis, a conservative think tank within the SPD. She became a member of the SPD Grundwertekommission (Commission for Fundamental Values) in 1977. In 1984, she was removed from this position. Schwan was reinstated in the Grundwertekommission in 1996.

 

Since 2002, she has presided over the German-Polish Forum together with Janusz Reiter. In November 2004, the German government under Gerhard Schröder appointed her to the newly created office of the co-ordinator for cooperation with Poland (her counterpart on the Polish side was then Irena Lipowicz). She retained this position when the government changed.

 

On 23 May 2004, Gesine Schwan was the SPD candidate for the German presidential election. She received 589 votes in the Bundesversammlung (Federal Assembly) but was defeated by Horst Köhler who won 604 votes from the 1205 delegates. On 26 May 2008, SPD chairman Kurt Beck announced Schwan's renewed nomination for the upcoming presidential elections in 2009. Once again she competed with Horst Köhler, who announced his repeated candidacy on 22 May 2008. In the event Köhler was re-elected to a second term over Schwan.

 

Before the 2009 presidential election, Gesine Schwan was criticized by the Federal Commissioner for the Stasi Archives, Marianne Birthler, for statements on the political regime of East Germany. Reportedly, several electors from the Green Party refused to vote for Schwan due to her statements regarding the communist state. On 15 September 2010, Schwan supported the new initiative Spinelli Group in the European Parliament, which was founded to reinvigorate the strive for federalisation of the European Union (EU).

 

source

31 Oktober 2012

updated: 2013-12-04

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