Politiker und Wahlen, Wählen Sie frei, Äußern Sie aktiv Ihr demokratisches Recht, Online-Referendum
left right

Lebenslauf Christoph Blocher

> Switzerland > Politiker > Schweizerische Volkspartei > Christoph Blocher
Christoph Blocher Christoph Blocher
Christoph Blocher
Ein Schweizer Unternehmer und Politiker der SVP. | A Swiss politician and industrialist. The current Vice President of the Swiss People's Party (SVP).
email

KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Christoph Blocher Lebenslauf

GER:

 

Christoph Wolfram Blocher (* 11. Oktober 1940 in Schaffhausen; heimatberechtigt in Meilen, Zürich, Schattenhalb und Val Müstair, ehemals Lü GR) ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker (SVP).

 

Politik

Als Student war Blocher Mitgründer der bürgerlichen Studentengruppe Studentenring an der Universität Zürich. Weiter war er während seiner Studienzeit Präsident der juristischen Fachschaft und Mitglied des Grossen Studentenrates. Von 1974 bis 1978 war er Mitglied des Gemeinderates von Meilen und von 1975 bis 1980 gehörte er dem Zürcher Kantonsrat an.

 

Von 1977 bis 2003 war Christoph Blocher Präsident der Schweizerischen Volkspartei (SVP) des Kantons Zürich und von 1979 bis 2003 Mitglied des Nationalrates. Er politisiert am rechten Rand des politischen Spektrums. Blocher war 1986 Mitgründer der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS), die aus dem Aktionskomitee gegen den UNO-Beitritt hervorgegangen war, und stand ihr bis 2003 als Präsident vor.

 

1982 gründete Blocher die Arbeitsgruppe südliches Afrika (ASA), der er bis 1990 als Präsident vorstand. Die ASA sah in Südafrika einen wirtschaftlich und geopolitisch wichtigen Aussenposten des Westens und wollte Einfluss nehmen auf die Berichterstattung von schweizerischen Medien. Dabei unterstützte sie die Sicht der herrschenden weissen Minderheit und rechtfertigte teilweise die Apartheid. Blochers Ems-Patvag machte in den 1980er Jahren Geschäfte mit dem staatlichen südafrikanischen Rüstungskonzern Armscor und verkaufte ihm eine Lizenz zum Bau militärischer Zündsysteme. 1987 scheiterte Christoph Blocher als Ständeratskandidat für den Kanton Zürich an der Mitbewerberin Monika Weber vom Landesring der Unabhängigen.

 

Als Redner und Diskussionsteilnehmer sowie mit finanziellen Beiträgen trug er wesentlich zum Erfolg der SVP in Kantonen und im Bund bei. Blocher war die treibende Kraft bei der Neupositionierung der Partei. Er machte aus einer vorwiegend deutschschweizerischen, protestantischen und gewerblich-bäuerlichen Partei eine schweizweit aktive rechtsbürgerliche Kraft. Erhielt die SVP bei den Nationalratswahlen 1975 als kleinste der vier Bundesratsparteien noch 9,9 Prozent der Stimmen, war sie 2007 mit 28,9 Prozent die Partei mit dem grössten Stimmenanteil.

 

Am 10. Dezember 2003 wurde Christoph Blocher mit 121 von 237 Stimmen knapp (bei einem absoluten Mehr von 119 Stimmen und mit 5 Stimmen Vorsprung gegenüber der amtierenden Ruth Metzler) in den Bundesrat gewählt. Mit dieser Wahl erhielt die SVP einen zweiten Bundesratssitz und sprengte die so genannte Zauberformel. Es war erst das dritte Mal in der Geschichte der Eidgenossenschaft, dass ein zur Wiederwahl angetretener Bundesrat nicht wiedergewählt wurde (zuvor war dies erst bei Ulrich Ochsenbein im Jahre 1854 und bei Jean-Jacques Challet-Venel im Jahre 1872 geschehen). Die Wahl erfolgte auf Kosten der CVP, welche seither mit lediglich einem Sitz vertreten ist. Am 1. Januar 2004 übernahm Blocher von Ruth Metzler das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Entgegen dem in der Bundesverfassung vorgeschriebenen Kollegialitätsprinzip, nach der Regierungsbeschlüsse gegen aussen von allen Regierungsmitgliedern mitgetragen werden, trat Blocher gleichzeitig als Regierungsmitglied wie auch als Oppositionsführer in Erscheinung. Diese ungewöhnliche Doppelfunktion wurde von SVP-Fraktionschef Caspar Baader anlässlich eines Parteiessens mit «unser Parteiführer» umschrieben. Sie stellte zugleich einen der Kernpunkte der Kritik an Blochers Verhalten dar (siehe unten).

 

Bei der Gesamterneuerungswahl des Bundesrates am 12. Dezember 2007 wurde Christoph Blocher nicht wiedergewählt. Er unterlag im zweiten Wahlgang seiner SVP-Parteikollegin Eveline Widmer-Schlumpf (115 gegen 125 Stimmen, bei einem absoluten Mehr von 122 Stimmen). Als Widmer-Schlumpf nach eintägiger Bedenkzeit die Annahme der Wahl erklärte, stand Blochers Ausscheiden aus dem Bundesrat zum 31. Dezember 2007 endgültig fest. Dies war das vierte Mal in der Geschichte der Schweiz, dass ein Bundesrat vom Parlament nicht wiedergewählt wurde. Am 1. März 2008 wurde Blocher zu einem von mehreren Vizepräsidenten der SVP gewählt. Als solcher war er bis zu den Vizepräsidentenwahlen im Mai 2012 verantwortlich für den Bereich Recherchen, Strategie, Kampagnen. Nach Abschaffung der festen Ressorts unter den Vizepräsidenten im Mai 2012 ist Blocher nicht mehr verantwortlich für die strategische Ausrichtung der Partei, er bleibt im Vizepräsidium.

 

Am 27. November nominierte die SVP-Fraktion Christoph Blocher neben Ueli Maurer nochmals als Kandidaten für den durch den Rücktritt Samuel Schmids freigewordenen Bundesratssitz. Blocher wurde an der Bundesratswahl vom 10. Dezember 2008 jedoch nicht gewählt. Bei den Parlamentswahlen 2011 bewarb er sich im Kanton Zürich sowohl um einen Sitz im Ständerat wie auch im Nationalrat. Blocher wurde in den Nationalrat gewählt, den Ständeratssitz verpasste er im ersten und zweiten Wahlgang an dritter Stelle. Am 9. Mai 2014 gab Blocher in der Sendung Teleblocher seinen Rücktritt aus dem Nationalrat per 31. Mai 2014 bekannt. Auf ihn folgte Thomas Matter.

 

quelle

 

 

ENG:

 

Christoph Blocher (born 11 October 1940, Schaffhausen, Switzerland) is a Swiss politician, industrialist, and former member of the Swiss Federal Council heading the Federal Department of Justice and Police (2004–2007). He serves as Vice President of the Swiss People's Party. As an industrialist, he made a fortune in the chemical industry with the EMS-Chemie corporation.

 

Political career

Blocher built his political career through campaigning for smaller government, for a free-market economy, against Switzerland's membership in the European Union and for more tightly controlled immigration. He represented the canton of Zürich in the Swiss National Council from 1979 until his election to the federal council in 2003 as a deputy of the Swiss People's Party (Schweizerische Volkspartei/Union démocratique du centre; SVP/UDC), and then again from 2011 to 2014. In addition to the Zürich chapter of the Swiss People's Party, he led a mass organisation, the Action for an Independent and Neutral Switzerland (Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz).

 

Post councillorship

In 2008, Blocher became one of the 5 vice presidents of the SVP. After the extremely large 2007/2008 losses posted by UBS, its chairman Marcel Ospel resigned on 1 April 2008, and Mr. Blocher was rumoured to be considered as his replacement. However the role went to Peter Kurer, the bank’s general counsel. Blocher was important in the success of the February 9, 2014 referendum on immigration quotas in Switzerland and continues to support policies designed to limit immigration to Switzerland. Blocher announced that he would resign from the National Council on May 31, 2014, saying that he was “wasting too much time in parliament” and that he wanted to focus on other political priorities like the implementation of the successful referendum "Against mass immigration" and a planned initiative on preventing Switzerland joining the European Union.

 

source

7. Januar 2013

updated: 2014-07-08

icon Christoph Blocher
icon Christoph Blocher
icon Christoph Blocher
icon Christoph Blocher
icon Christoph Blocher
icon Christoph Blocher

ElectionsMeter ist nicht verantwortlich für den Inhalt des Arguments. Bitte wenden Sie sich immer an den Autor des Textes. Jeder Text, der in ElectionsMeter veröffentlicht wird, sollte den Namen des Autors und den Verweis auf die ursprüngliche Quelle beinhalten. Die Nutzer sollten das Gesetz über den Schutz des Urheberrechts berücksichtigen. Bitte lesen Sie sorgfältig die Nutzungsbedingungen der Website. Wenn der Text einen Fehler oder falsche Informationen enthält und Sie das Profil korrigieren wollen, oder Sie das Profil verwalten möchten, wenden Sie sich bitte an uns. kontaktieren Sie uns..

 
load menu