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Lebenslauf Andrea Ypsilanti

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Andrea Ypsilanti Andrea Ypsilanti
Andrea Ypsilanti
Deutsche Politikerin (SPD) - von März 2003 bis Januar 2009 Vorsitzende des hessischen Landesverbandes. / German social-democratic politician.
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KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Andrea Ypsilanti Lebenslauf

GER: Andrea Ypsilanti (geb. Dill, * 8. April 1957 in Rüsselsheim) ist eine deutsche Politikerin (SPD) und war von März 2003 bis Januar 2009 Vorsitzende des hessischen Landesverbandes ihrer Partei sowie von 2007 bis 2009 auch Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.

 

Leben

Andrea Dill wuchs als zweite von drei Töchtern einer Hausfrau und eines Opel-Werkzeugmachermeisters im hessischen Rüsselsheim auf. Nach dem Abitur arbeitete sie unter anderem sowohl als Sekretärin als auch Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Anfang der 1980er-Jahre heiratete sie den 1944 in Athen geborenen Prinzen Manolis (Emmanuel) Ypsilanti, ein Mitglied der griechisch-phanariotischen Familie Ypsilanti. Sie lebten zwei Jahre in Spanien und dann in der Nähe von Oberursel (Taunus). Anfang der 1990er-Jahre trennte sich das Ehepaar. Mit ihrem jetzigen Lebensgefährten Klaus-Dieter Stork und ihrem Sohn lebt sie in Frankfurt am Main.

Von 1986 bis 1992 studierte Andrea Ypsilanti an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Soziologie, Politikwissenschaft und Pädagogik mit Abschluss als Diplom-Soziologin. Ihre Diplomarbeit schrieb sie über das Thema „Frauen und Macht“.

 

Partei

Im selben Jahr, in dem Ypsilanti ihr Studium begann, trat sie in die SPD ein und wurde rasch Mitglied des JUSO-Bezirksvorstandes sowie des Landesvorstandes. Sie amtierte von 1991 bis 1993 als Vorsitzende der hessischen Jusos, ehe sie 1994 für Ministerpräsident Hans Eichel als Referatsleiterin in der Staatskanzlei tätig wurde. Im März 2003 wurde sie zur Vorsitzenden des hessischen SPD-Landesverbandes gewählt. Im November 2005 folgte die Wahl in den Bundesvorstand der Partei. Am 18. Januar 2009 trat sie von ihren Ämtern als Landes- und Fraktionsvorsitzende zurück. Ihr Nachfolger wurde Thorsten Schäfer-Gümbel.

 

Abgeordnete

1999 zog sie über die Landesliste in den hessischen Landtag ein. Ypsilanti betreut den Wahlkreis Frankfurt am Main VI (Nord/Ost).

 

17. Legislaturperiode des Hessischen Landtags

Ypsilanti wurde am 2. Dezember 2006 auf dem hessischen Landesparteitag im zweiten Wahlgang mit knapper Mehrheit (175 gegen 165 Stimmen, nach einem 172:172-Patt im ersten Wahlgang) gegen den im Rahmen eines (nicht bindenden) Mitgliedervotums favorisierten Jürgen Walter zur Spitzenkandidatin gewählt. Am 16. Januar 2007 übernahm Andrea Ypsilanti auch den Fraktionsvorsitz.

Bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 verlor die CDU ihre absolute Mehrheit und die SPD wurde mit 0,1 Prozentpunkten Abstand zweitstärkste Partei nach der CDU. Ypsilanti strebte nach der Wahl eine von der SPD geführte Regierungsbildung unter einer vor der Wahl kategorisch ausgeschlossenen Beteiligung der Linken an. Dies wurde ihr innerparteilich, etwa von Susanne Kastner, als strategischer Fehler ausgelegt. Ebenso sprachen externe Stimmen – inklusive Claudia Roth – Ende 2008 von einem „machtpolitischem Dilettantismus“ der SPD unter Führung Ypsilantis, die es nicht vermocht habe, Roland Koch trotz großer Stimmenverluste und resultierender auch innerparteilicher Widerstände abzulösen.

Die anvisierte Rot-Grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung durch die Partei Die Linke (nach Magdeburger Modell) stand im Gegensatz zu Aussagen Ypsilantis vor der Wahl, mit denen sie wiederholt jedwede Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen hatte.

Ypsilanti wurde in dem Zusammenhang Wortbruch vorgeworfen. Sie verwies demgegenüber darauf, auch bei anderen, insbesondere inhaltlichen Festlegungen, so in der Sozial- und Bildungspolitik im Wort zu sein und diese nach Maßgabe des Wahlergebnisses einhalten zu wollen.

Nach der Ankündigung der Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger (SPD), der geplanten Konstellation aus Gewissensgründen ihre Stimme zu verweigern, sah sich Ypsilanti gezwungen, ihren Plan zurückzustellen, sich im Hessischen Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Die drei Parteien SPD, Grüne und Linke vereinbarten stattdessen einen Zeitplan zur Erörterung einer gemeinsamen Politik und Bildung einer Minderheitenregierung. Auf einem Sonderparteitag unterstützte die SPD Hessen mit knapp 96 % der Stimmen Ypsilantis Kurs.

Am 3. November 2008 kündigten vier Mitglieder der SPD-Landtagsfraktion – Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Carmen Everts und Silke Tesch – an, bei der für den 4. November geplanten Wahl zur Ministerpräsidentin nicht für Ypsilanti zu stimmen. Damit war die Absicht, eine Minderheitsregierung von SPD und Grünen unter Tolerierung durch die Linken zu bilden, im Hessischen Landtag gescheitert, die beabsichtigte Abstimmung wurde abgesagt.

Am 8. November 2008 verzichtete Ypsilanti, bei der nun von allen Parteien anvisierten Neuwahl im Januar 2009 erneut als SPD-Spitzenkandidatin anzutreten, und schlug den Landtagsabgeordneten Thorsten Schäfer-Gümbel für diese Aufgabe vor. Sie übernahm die politische Verantwortung für die deutlichen Stimmverluste der hessischen SPD am Wahlabend der Landtagswahl am 18. Januar 2009 und trat als Landes- und Fraktionsvorsitzende zurück, bleibt aber aufgrund ihrer Position auf Platz 2 der SPD-Landesliste Landtagsabgeordnete. Auch ihren Sitz im Präsidium der Bundes-SPD behielt sie bei. Am 22. Oktober 2009 erklärte sie, nicht mehr zur Wiederwahl des SPD-Bundesvorstandes anzutreten.

 

Quelle

 

 

ENG: Andrea Ypsilanti (born April 8, 1957, Rüsselsheim) is a German politician.

 

Political career

Ypsilanti is a member of the Hessian Landtag (parliament) and was chairperson of the Social Democratic Party (SPD) of Hesse from March 2003 to January 2009.

In the Hesse state elections of 2008, held on 27 January 2008, she was the SPD's candidate for the position of minister-president (Ministerpräsident), or prime minister, of Hesse. In that election, her party received 36.7 per cent of the vote - only 0.1 per cent less than the Christian Democratic Union (CDU) of incumbent Roland Koch, which had ruled the state since 1999. Thus, the Hesse SPD came in second, but gained the same number of representatives in the Landtag as the CDU. Overall, the 2008 election led to a deadlock in the state parliament, because neither the CDU and the Free Democratic Party (FDP), nor the SPD and the Green Party, had enough seats to constitute a parliamentary majority, thus enabling the formation of a coalition government. The reason for this was that the Die Linke had entered the Landtag for the first time ever with 5.3% of the vote. Hessian constitution allows for continued operation of the previous government in case of a hung parliament.

Before the 2008 election, Ypsilanti had promised on many occasions to never work together with the Left Party. However, after a "grand coalition" with the CDU was ruled out, Ypsilanti ultimately decided to cooperate with the Left Party in order to be elected prime minister and overcome the deadlock. The first attempt was abandoned after Dagmar Metzger, one of her own party's representatives in the Landtag, declared she would not vote for Ypsilanti.

A second attempt to elect Ypsilanti prime minister was scheduled for 4 November 2008. However, one day prior to the election, three other SPD representatives - Carmen Everts, Silke Tesch, and Jürgen Walter (vice chairman of the Hesse SPD) - also announced that they would vote against her, making it impossible for Ypsilanti to gain the needed majority. This, in turn, forced the dissolution of the Landtag and the scheduling of new elections for 18 January 2009. On 8 November 2008, Ypsilanti withdrew her candidacy in favor of Thorsten Schäfer-Gümbel, who became the SPD's new lead candidate (Spitzenkandidat).

Preliminary election results on 18 January 2009 indicated that the CDU and the (FDP) together won 64 seats in the parliament - five more than the 59 required - and thus could begin forming a governing coalition. At the same time the SPD lost 13 per cent of the vote compared to the previous election, falling to an historic low in Hesse and one of the worst showings by the party in a German state election. After the preliminary results were published, Ypsilanti announced her resignation as party chairperson.

In February 2010, Ypsilanti, together with Sven Giegold of the Green Party, Katja Kipping of the Left Party, and others, founded the Institut Solidarische Moderne, a left-wing think tank.

 

Personal life

Ypsilanti grew up in Rüsselsheim as the daughter of a worker at the local Opel factory. After finishing school she worked as a secretary and then as a flight attendant for Lufthansa. From 1986 until 1992 she studied sociology, political science and education in Frankfurt, graduating with a master's in sociology. She wrote her dissertation on the theme "Women and Power". After her divorce in 1992 she kept her Greek husband's last name Ypsilanti. She lives with her partner in Frankfurt.

 

Source

 

 

26. Oktober 2012

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