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Lebenslauf Alfred Gusenbauer

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Alfred Gusenbauer Alfred Gusenbauer
Alfred Gusenbauer
Ein ehemaliger österreichischer Politiker und Lobbyist. | A former Austrian politician.
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KANDIDATENBESCHREIBUNG: 

Alfred Gusenbauer Lebenslauf

GER:

 

Alfred Gusenbauer (* 8. Februar 1960 in St. Pölten, Niederösterreich) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker und war von Jänner 2007 bis Dezember 2008 Bundeskanzler von Österreich. Von 2000 bis 2008 war er Bundesparteivorsitzender der SPÖ. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater (2009 für den Bankkonzern Hypo Group Alpe Adria) und Lobbyist, sowie in verschiedenen Positionen in der Bau-, Immobilien- und Finanzbranche tätig, u. a. als Aufsichtsratsvorsitzender der Strabag SE.

 

Politische Laufbahn

1981 begann seine politische und berufliche Laufbahn bei der SPÖ als Schriftführer. Von 1990 bis 1999 arbeitete er als Angestellter der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich. Im Jahr 1999 wurde er Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich und 2000 Bundesgeschäftsführer der SPÖ, bevor er im selben Jahr zum SPÖ-Bundesparteivorsitzenden gewählt wurde.

 

Zudem war er 1984–90 Bundesvorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ) und 1985–89 Vizepräsident der Sozialistischen Jugendinternationale (IUSY). Weiters bekleidete er 1989 die Funktion des Vizepräsidenten der Sozialistischen Internationale (SI). 1990–2000 war Gusenbauer Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Melk und ist seit 1991 Stadtparteivorsitzender der SPÖ Ybbs an der Donau, Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Niederösterreich, Mitglied des Landesparteipräsidiums der SPÖ Niederösterreich, Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates seit 1991 und Vorsitzender des Sozialausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates 1995–98. Von 2000 bis 2008 war er SPÖ-Bundesparteivorsitzender, von 2000 bis 2007 war er Klubobmann des Sozialdemokratischen Parlamentsklubs.

 

Die neue Bundesregierung unter Alfred Gusenbauer wurde am 11. Jänner 2007 von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt. Während dieses Staatsakts fand auf dem Heldenplatz nahe dem Bundeskanzleramt eine Demonstration mit rund 2.000 Teilnehmern, großteils Studierenden, statt. Der Grund war die während des Wahlkampfs von Gusenbauer versprochene völlige Rücknahme der Studiengebühren, welche im Koalitionsübereinkommen nicht berücksichtigt wurde, woraufhin unter anderem die ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha sowie die VSStÖ-Vorsitzende Sylvia Kuba aus der SPÖ austraten.

 

Am 24. Februar 2008 verkündete Alfred Gusenbauer nach einem unerwartet starken Anstieg der Verbraucherpreise in der ORF-Pressestunde überraschend und ohne vorherige Informierung des Koalitionspartners, die im Koalitionsabkommen für 2010 geplante Steuerreform zumindest auf 2009 vorziehen zu wollen. In derselben TV-Sendung erklärte er, sozial Bedürftigen je 100 Euro schenken zu wollen. Ebenfalls im Februar 2008 beschloss die SPÖ gemeinsam mit der FPÖ, den Grünen und dem BZÖ gegen den ausdrücklichen Willen des Koalitionspartners ÖVP, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Anschuldigungen des ehemaligen Innenministeriums-Spitzenbeamten Herwig Haidinger gegenüber ÖVP-Politikern im Innenministerium einzusetzen.

 

Nachdem am Morgen des 7. Juli 2008 ÖVP-Chef und Vizekanzler Wilhelm Molterer „sofortige Neuwahlen“ gefordert und damit das Ende der Großen Koalition eingeleitet hatte, trat Gusenbauer bei den Wahlen nicht mehr als Spitzenkandidat der SPÖ an. Am 8. August 2008 übernahm Werner Faymann von Alfred Gusenbauer den Parteivorsitz, am 2. Dezember 2008 wurde Faymann auch Gusenbauers Nachfolger als Bundeskanzler.

 

quelle

 

 

ENG:

 

Alfred Gusenbauer (born 8 February 1960) is an Austrian career politician who until 2008 spent his entire professional life as an employee of the Social Democratic Party of Austria (SPÖ) or as a parliamentary representative. He headed the SPÖ from 2000 to 2008, and served as Chancellor of Austria from January 2007 to December 2008. Since then he has pursued a career as a consultant and lecturer, and as a member of supervisory boards of Austrian companies. 

 

Political career

  • Chairman of the Social Democratic Party

In 1991, Gusenbauer was elected SPÖ chairman in Ybbs an der Donau and a member of the Lower Austria party executive following the resignation of SPÖ chairman Viktor Klima. In the same year he was elected to the Bundesrat (the upper house of the Austrian Parliament) as a Deputy for Lower Austria. He was a member of the Austrian delegation to the parliamentary meeting of the Council of Europe in 1991 and was chairman of the social committee of the Council of Europe from 1995 to 1998. In the Bundesrat, Gusenbauer was Chairman of the Committee for Development Co-operation from 1996 to 1999. In 2000, he was elected leader of the SPÖ Group in the Bundesrat and also as Secretary-General of the SPÖ.

 

  • Chancellor of Austria

After the 2006 elections, the SPÖ was the largest single party but had no absolute majority of the parliamentary seats. A grand coalition between the ÖVP and the SPÖ was considered the most likely outcome. After prolonged negotiations, Gusenbauer became Chancellor on 11 January 2007 at the head of an SPÖ-ÖVP coalition. On 16 June 2008, Gusenbauer was replaced as SPÖ chief by his Minister of Transport Werner Faymann. However, he formally remained chancellor until after the 2008 snap elections that were called in early July 2008 when the Austrian People's Party (ÖVP) led by Wilhelm Molterer left the governing coalition. His time in office was the shortest since World War II.

 

Post-politics career

Gusenbauer briefly returned to his old post in the Chamber of Labour but immediately used his network to start another career. Since early 2009, Gusenbauer is the first Leitner Global Fellow at the Columbia University School of International and Public Affairs in New York. He was made a member of the supervisory board of Alpine Holding, an Austrian construction conglomerate, in July 2009 but resigned this position effective on 1 May 2010 when it was announced that Gusenbauer was to head the supervisory board of Strabag (Austria's leading construction company) on 18 June 2010. At the same time he was to become chairman of the board of trustees of the private foundation established by Strabag's chairman, Hans Peter Haselsteiner.

 

Gusenbauer is also a member of the Club de Madrid, an independent organization of more than 80 former presidents and prime ministers, which works to strengthen democratic governance and leadership. In an article about Western leaders working for authoritarian regimes, the Associated Press noted that Gusenbauer works as a consultant for Kazakh President Nursultan Nazarbayev. In September 2013, he became an advisor to the Serbian Deputy Prime Minister and leader of the Serbian Progressive Party Aleksandar Vucic.

 

source

29 September 2012

updated: 2014-01-03

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