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Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen: Doch kein Kinderboom in Deutschland

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Familienministerin Ursula von der Leyen sprach schon von einer Trendwende, als sie im Februar mitteilte, dass die Geburtenrate wieder steigt. Doch neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen ein ganz anderes Bild.

 

Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag (07.04.2009) in Wiesbaden mitteilte, ging die Zahl der Geburten in Deutschland im vergangenen Jahr leicht zurück. Im Jahr 2008 wurden danach 675.000 Kinder geboren und damit 1,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Noch im Februar waren die Statistiker von einem möglichen Anstieg der Geburtenrate ausgegangen. Das Statistikamt hatte ursprünglich für das Jahr 2008 mit 680.000 bis 690.000 Geburten gerechnet. Nun aber sei eine schwächere Entwicklung der Zahl der Geburten in den letzten Monaten des vergangenen Jahres erkennbar.

"Mut zu Kindern ist ein zartes Pflänzchen"

Im Februar hatte von der Leyen den angeblichen Anstieg der Geburtenrate auf die Familienpolitik der großen Koalition zurückgeführt. Den "ungewöhnlichen Einbruch" der Geburtenzahlen im letzten Quartal habe niemand voraussehen können, sagte sie jetzt. Der Rückgang zeige, wie sehr der Mut zu Kindern "ein zartes Pflänzchen" sei.

Angesichts der neuen Zahlen forderte von der Leyen weitere Angebote für Familien. Bei gezielten Hilfen wie Elterngeld und guter Kinderbetreuung müsse man noch besser werden. Sie mahnte zugleich die Arbeitgeber, Verständnis für die Anliegen von Familien zu zeigen. Dazu gehöre es auch, gerade in Krisenzeiten gut ausgebildete Fachkräfte nicht in andere Länder ziehen zu lassen, wo die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon Alltag ist. Entscheidend für den Ausbau der Kinderbetreuung seien die Jahre bis 2013, wenn der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder unter drei Jahren komme.

Zahl der Sterbefälle steigt

Nach dem aktualisierten Bericht des Statistischen Bundesamtes starben im vergangenen Jahr in Deutschland 844.000 Menschen, das waren 20.000 oder 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit starben 168.000 Menschen mehr als geboren wurden. Einen Anstieg verzeichneten die Statistiker bei der Zahl der E. eschließungen: 2008 gingen 375.000 Paare den Bund fürs Leben ein, rund 1,8 Prozent mehr als 2007.

 

(mm/mas/ap/dpa/kna/epd)

 

 

Deutsche Welle 07.04.2009


christian -
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