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Ueli Maurer

Eine spannende Bundesratswahl

Ueli Maurer 15%

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swissinfo.ch 10. Dezember 2008 - 11:20

 

Die Wahl von Ueli Maurer zum Bundesrat war alles andere als eine klare Sache: Erst im dritten Wahlgang erhielt der neue Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport die meisten Stimmen - eine mehr als Hansjörg Walter.

"Gewählt ist mit 122 Stimmen: Ueli Maurer." Im Jubel nach dieser Verkündung ging fast unter, dass der von Links-Grün zum Sprengkandidaten gemachte Hansjörg Walter, Präsident des Bauernverbandes, 121 Stimmen erhalten hatte.

Das Resultat war damit so knapp wie nur irgendwie möglich, denn auch das zur Wahl nötige Mehr lag im dritten Wahlgang bei genau 122 Stimmen.

Maurer selber hatte im Vorfeld der Wahl nicht daran geglaubt, als Vertreter seiner Schweizerischen Volkspartei (SVP) in die Landesregierung einziehen zu können, wie er erklärte. Er zeigte sich erfreut und erleichtert.

Beim ersten Treffen mit dem Gesamtbundesrat machte er mit den Mitgliedern der Regierung aus, das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) von seinem Vorgänger Samuel Schmid zu übernehmen.

Auch Walter betonte, er sei erleichtert, nicht gewählt geworden zu sein. Er hatte bereits vor dem ersten Wahlgang vor der Bundesversammlung erklärt, dass er eine mögliche Wahl nicht annehmen würde.

 

Offener erster Wahlgang

Trotzdem war er im ersten Wahlgang mit 109 Stimmen klarer Favorit. Maurer erhielt 67 Stimmen und alt Bundesrat Christoph Blocher, quasi zum Abschied, 54 Stimmen.

Chancenlos war der grüne offizielle Kandidat, der Ständerat Luc Recordon, der unter 10 Stimmen bleib. Er zog daraufhin seine Kandidatur zurück, ebenso wie Christoph Blocher, der dies durch SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader verlauten liess.

 

Knapper zweiter Wahlgang

Im zweiten Wahlgang waren also nur noch Maurer und Walter im Rennen. Dabei streifte Walter mit 121 Stimmen ganz knapp das absolute Mehr von 122 Stimmen.

Maurer kam auf 119 Stimmen, andere Kandidaten nur noch auf 2 Stimmen. Die Kommentatoren begannen sich zu fragen, wie Walter wohl auf eine Wahl reagieren würde, ob bei seinem Ausschlagen der Wahl eine Neuwahl angesetzt werden müsste.

 

Entscheidender dritter Wahlgang

Diese Fragen wurden nach dem dritten Wahlgang überflüssig, in dem sich Ueli Maurer mit einer Stimme Unterschied erstmals vor Hansjörg Walter schieben konnte und damit gleich gewählt wurde.

In seiner ersten Rede nach der Vereidigung bekannte er sich zur Konkordanz. Er zeigte sich erfreut, dass mit ihm die Wählerschaft der SVP wieder in die Landesregierung einziehe, betonte er.

Schliesslich versicherte Maurer, zu wissen, was dieses Amt bedeute und was von ihm erwartet werde. Er habe vom Parlament den Auftrag erhalten, in einem Kollegialsystem mitzuarbeiten und Lösungen für . das wunderschöne Land" Schweiz zu finden.

 

swissinfo, Christian Raaflaub

 

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marta27 -
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