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Reinhard Bütikofer

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rundschau-online.de Erstellt 14.11.08, 11:49h

 

Nach sechs Jahren verlässt Bütikofer die Spitze der Grünen. Bei der streitlustigen Ökopartei ist das bisher die längste Zeit in dem Amt. Hier das Portrait eines Mannes, der das Bild seiner Partei maßgeblich mitgeprägt hat.

Mit der Forderung nach einem «grünen New Deal» hat Bütikofer dem Parteitag noch einmal einen Stempel aufgedrückt. (Bild: dpa)  

ERFURT - Mit Reinhard Bütikofer verlässt nach der Rekordzeit von sechs Jahren ein Realo mit ausgeprägtem Instinkt für die unterschiedlichsten Regungen seiner Partei die Grünenspitze. Durch intensive Einbindung der verschiedenen Flügel war der 55-Jährige maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass die Grünen nach dem Machtverlust, nach dem Ende von Rot-Grün im Bund 2005 nicht stärker auseinanderdrifteten, sondern sich mit einigen Mühen auf einen eigenständigen Öko- und Sozialkurs verständigten.

Bütikofer wurde 2002 an die Parteispitze der Grünen gewählt, nachdem er bereits vier Jahre Bundesgeschäftsführer war. "Ich hatte nie vor, Vorsitzender zu werden", sagt er. Dem damaligen erfolgreichen Spitzenduo Claudia Roth/Fritz Kuhn war die neuerliche Kandidatur aus formalen Gründen verweigert worden. Eigentlich wollte sich der in der Partei schlicht "Büti" genannte Politiker wegen Meinungsverschiedenheiten mit Kuhn damals ganz aus der Spitze zurückziehen.

Der schwergewichtige Stratege erarbeitete sich rasch Anerkennung als pragmatischer Integrator, dem Zuhören, ironische Pointen und eindringliche Rhetorik gleichermaßen liegen. Weniger smart als andere wirkt er dagegen in Fernsehrunden. 2006 wurde der emsige Partei-Arbeiter zum zweiten Mal an der Grünenspitze bestätigt, diesmal mit einem Dämpfer. 2007 konnte er die Basis auf einem Sonderparteitag in Göttingen mehrheitlich nicht vom eigenen realpolitischen Afghanistan-Kurs überzeugen.

Nach zwei Jahren Zivildienst hatte Bütikofer ein Studium der Philosophie, Geschichte und Sinologie in Heidelberg nicht beendet. Von 1984 an engagierte er sich in der baden-württembergischen Kommunal- und Landespoli. ik. Seine Laufbahn unterbrach der Vater dreier Kinder 1996 für ein Familienjahr. Für das kommende Jahr strebt er den Wechsel ins Europäische Parlament an. (dpa)

 

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