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Klaus Wowereit

Wowereit: SPD muss sich im Bund vom Linkspartei-Tabu trennen

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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit rechnet fest damit, dass die SPD das Koalitionsverbot mit der Linkspartei im Bund bald kippen wird. Ein Interview über die Zukunft der SPD.

 

Frage: Herr Wowereit, warum haben Sie Sigmar Gabriel den SPD-Vorsitz überlassen?


Klaus Wowereit:
Der Grundgedanke des Wechsels an der Spitze ist, die SPD als Team zu führen. Wir wollen gemeinsam versuchen, die Sozialdemokratie aus dieser katastrophalen Situation zu befreien. Sigmar Gabriel ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der Partei. Es ist gut und richtig, wenn er den Vorsitz übernimmt.

Frage: Konnten oder wollten Sie den Vorsitz nicht übernehmen?

Wowereit:
Es ist in den Medien ja berichtet worden, dass es Anfragen in diese Richtung gab, von Landesverbänden und einzelnen Parteifreunden. Ich habe mich dafür entschieden, meinen Schwerpunkt in Berlin zu setzen und als Regierender Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender meinen Beitrag zum Wiederaufbau einer starken Partei zu leisten. Die SPD im Bund kann nur dann wieder zulegen, wenn sie in den Ländern stärker wird oder stark bleibt.

Frage: Warum ist Gabriel in dieser Situation der richtige Mann?

Wowereit:
Weil er kämpfen kann, weil er zuspitzen kann, weil er im Wahlkampf Kampagnenfähigkeit bewiesen hat. Das brauchen wir in der Opposition.

Frage: Hat der SPD-Vorsitzende das Recht des ersten Zugriffs auf die Kanzlerkandidatur 2013?

Wowereit:
Völlig klar ist, dass der Parteichef ebenso wie der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion eine herausragende Stellung einnimmt. Beide sind immer in der engeren Wahl.

Frage: Sie halten es tatsächlich für möglich, dass Frank-Walter Steinmeier noch einmal als Kanzlerkandidat antreten könnte?

Wowereit:
Das ist natürlich möglich. Aber nach einer solchen Niederlage geht es jetzt doch um ganz andere Fragen. Wir kümmern uns um die programmatische Neuausrichtung der SPD. Wir müssen den Bü. rgern wieder deutlich machen, dass unser wichtigstes Anliegen soziale Gerechtigkeit ist.

...continues

Quelle: ZEIT ONLINE (4.10.2009)


martina -
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