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Hannes Müllner

„Parlament muss noch warten“

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JuLi-Spitzenmann ist hoffnungsfroh: Er glaubt an eine erfolgreiche liberale Zukunft in Österreich

Nur 0,7 Prozent? Hannes Müllner (JuLis): „Ein Riesenerfolg für uns“Der 25-jährige Hannes Müllner war Spitzenkandidat für die Jungend Liberalen (JuLis) bei den diesjährigen Wahlen zum Europäischen Parlament. Der Mann mit dem Hut aus Kärnten ist stolz darauf, mutig angetreten zu sein und mit Minibudget dennoch 0,7 Prozent erreicht zu haben.

CHiLLi: Die JuLis haben den Einzug in das Europäische Parlament nicht geschafft. Haben Sie wirklich daran geglaubt, dass es beim ersten Versuch klappen könnte?
Hannes Müllner:
Wir haben 0,7 Prozent erreicht. Das ist ein Riesenerfolg für uns. Wir haben mit rund hundert Leuten und 15.000 Euro Budget einen EU-Wahlkampf und nebenbei einen ÖH-Wahlkampf geführt. Das Parlament muss eben noch ein paar Jahre auf uns warten.

CHiLLi: Sind Sie kein bisschen enttäuscht?
Hannes Müllner:
Im Prinzip haben wir Nichts zu verlieren gehabt. Wir haben es versucht und vielen Leuten die Möglichkeit gegeben guten Gewissens ihr Kreuz zu machen. Das war unser Ziel und wir sind motiviert weiter zu machen. Wir bedanken uns auch für das Vertrauen, das uns die Wähler entgegengebracht haben.

CHiLLi: Sie planen die Gründung einer neuen Liberalen Partei für Österreich. Werden Sie dabei in irgendeiner Form an das Liberale Forum (LIF) anknüpfen?
Hannes Müllner:
Meines Wissens gibt es das LIF nicht mehr. Wir haben Sponsoren gefunden, Gespräche mit Leuten die das unterstützen geführt und wirklich positive Rückmeldungen erhalten. 

CHiLLi: Wie soll diese Ihre neue Partei positioniert werden?
Hannes Müllner:
Wir sehen, dass es in Österreich Platz gibt für eine liberale Partei. Eine Partei der Mitte, die vernünftige Wirtschaftspolitik mit einer Forderung nach einer offenen, toleranten Gesellschaft kombiniert. Beides muss verwirklicht werden. Da die Roten sich gerade nach links bewegen, die Schwarzen nach rechts, ist in der Mitte Platz. Das ist etwas was in Österreich fehlt und wir wollen es aufziehen. 

CHiLLi: Wie wollen Sie sich von den Grünen abgrenzen?
Hannes Müllner:
Sind die Grünen in der Mitte? 

CHiLLi: Das ist Auslegungssache, in manchen Bereichen könnten die Grünen eine Konkurrenz darstellen. Mit welchen Themen wollen Sie dem begegnen?
Hannes Müllner:
Ich mag dieses Links-Rechts-Schema ohnehin nicht sonderlich. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu den Grünen. Der Liberalismus baut auf einem liberalen Menschenbild auf und leitet daraus die Forderung nach einer toleranten und offenen Gesellschaft, nach Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, sowie nach Wettbewerb und einer Marktwirtschaft die nach nachhaltigen, ökologischen und sozialen Richtlinien gestaltet ist, ab. Ein Kernpunkt des Liberalismus ist auch, dass die Verantwortung primär der einzelne Mensch übernehmen soll und nicht der Staat die Verantwortung für seine Bürger übernehmen soll.

CHiLLi: Wie steht es um die Finanzierung der neuen Partei?
Hannes Müllner:
Wir haben private Financiers aufgetrieben. Das werden wir auch in Zukunft so machen und haben nicht vor Kredite aufzunehmen um etwas zu finanzieren. Wir haben ein Konzept das wir vorlegen um damit Unterstützung zu suchen. Wenn wir dann Fuß fassen, wollen wir natürlich auch Parteienfinanzierung erhalten.

CHiLLi: Haben Sie auch schon bei Hans-Peter Haselsteiner um Unterstützung angefragt?
Hannes Müllner:
Ich habe bis jetzt noch keine Antwort von seinem Sekretariat erhalten. Wir haben aber durchaus auch andere Leute die uns unterstützen wollen. Wir sind also nicht darauf angewiesen, dass er das im Alleingang finanziert. Einen Hauptsponsor zu haben, war glaube ich auch ein Fehler des LIF im letzten Nationalratswahlkampf. Das sollte breiter aufgestellt werden, um inhaltlich und organisatorisch unabhängiger zu sein.

CHiLLi: Die ÖH-Wahl kann als Debakel für die JuLis bezeichnet werden. Wollen Sie dennoch weiterhin versuchen in der Hochschulpolitik Fuß zu fassen?
Hannes Müllner:
Nach der Wahl ist vor der Wahl. Wir beginnen jetzt schon die ÖH-Wahl 2011 vorzubereiten. Wir führen jetzt schon Gespräche an mehreren Universitäten. Wir haben sehr viel gelernt im letzten Wahlkampf, es ist sehr viel schief gegangen, das gebe ich gerne zu. Aber es ist noch sehr viel Motivation da, weil unsere Leute sagen: „Es ist soviel Blödes schief gelaufen, da müssen wir jetzt das Beste draus machen, und wir müssen jetzt anfangen.“ 

CHiLLi: Wo liegen dabei Ihre Schwerpunkte?
Hannes Müllner:
Die JuLis meinen, die wichtigste Ebene der ÖH ist nicht die Bundesvertretung, sondern es sind die Studienrichtungs-Vertretungen. Dort werden wirklich . robleme gelöst. Wir werden versuchen Leute die dort sitzen anzusprechen, damit wir dann, wenn wir 2011 wieder antreten, eine breite Basis haben mit der wir arbeiten können.

 

Quelle: CHiLLi.cc -


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