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Gerda Hasselfeldt

Gerda Hasselfeldt mit 48,87 Prozent wiedergewählt

Gerda Hasselfeldt 23%

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Dachau - Gerda Hasselfeldt bleibt Bundestagsabgeordnete für Dachau und Fürstenfeldbruck. Beate Walter-Rosenheimer (Grüne) verpasste den Einzug in den Bundestag über die Liste hauchdünn.

 

Peter Falk (SPD) hingegen hat – wie die Sozialdemokraten bundesweit – eine herbe Niederlage einstecken müssen. Der Richter aus Gröbenzell ging zum dritten Mal ins Rennen, fuhr gestern mit etwas mehr als 19 Prozent aber sein mit Abstand schlechtestes Ergebnis ein (2002: 27,3 Prozent, 2005: 26,7).

 


Die SPD müsse wieder die Partei der kleinen Leute werden, forderte Falk in einer ersten Stellungnahme gestern Abend. „Der Genosse der Bosse“ sei den Menschen einfach nicht mehr zu vermitteln, so Falk, der ein Mandat über die Liste schon am frühen Abend abhaken konnte. Das war 2005 anders gewesen. Da scheiterte Falk ähnlich knapp wie gestern Walter-Rosenheimer.

Immerhin: Falks Erststimmenergebnis lag noch über dem der Zweitstimmen für die SPD: Mit 15,76 Prozent fielen die Sozialdemokraten im Stimmkreis Dachau-Fürstenfeldbruck sogar hinter die FDP zurück. Die schallende Ohrfeige des Wählers für die SPD wirkte sich aus bis ins Dachauer Hinterland. In Pfaffenhofen an der Glonn blieb Falk sogar einstellig (9,95 Prozent) – und erst recht die SPD bei den Zweitstimmen: 8,14 Prozent!

Gerda Hasselfeldt ist zum sechsten Mal wiedergewählt worden. Aber auch sie ist eine Verliererin des 27. Septembers 2009. 48,87 Prozent bedeuten für die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags das schlechteste Ergebnis bislang. 2005 hatte sie noch 55,5 Prozent der Stimmen erhalten, gestern ließ Hasselfeldt vor allem im Landkreis Fürstenfeldbruck Federn. Im Landkreis Dachau war sie besonders gut in der Gemeinde Sulzemoos (61,6), am schwächsten in Petershausen (46,09).

Auch im Landkreis Dachau und im gesamten Stimmkreis 216 haben die Volksparteien also verloren. Sieger sind die anderen. FDP, Grüne und auch die Linke mit Direktkandidat Fridolin Brandt haben zugelegt.

Hochzufrieden war Daniela Seidl. Der 30-jährige Polit-Neuling aus Dachau kam bei den Erststimmen auf 11,16 Prozent, lag damit zwar hinter den Zweitstimmen für die FDP (16,07), aber weit über dem Wert von Dr. Annette Bulfon im Jahr 2005 (6,2) und in drei Landkreisgemeinden sogar vor SPD-Mann Falk.

Um 19.07 war die erste Gemeinde ausgezählt, es war Hilgertshausen-Tandern. Der Landkreis war kurz vor 21.30 Uhr komplett, als Karlsfeld seine Ergebnisse vorlegte. Das Gesamtergebnis für den Stimmkreis Dachau-Fürstenfeldbruck kam erst g. gen 22 Uhr.

 

(mm) 

 

Quelle: merkur-online.de (27.09.09)


martina -
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