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Freiheitliche Partei Österreichs

FPÖ gibt sich ein wenig verschnupft

Freiheitliche Partei Österreichs 18%

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rundschau.co.at 04.12.08, 07:28, Autor: Redaktion Kremstal
 
KIRCHDORF/ Fraktionssprecher Manfred Bodingbauer lässt offen, ob die Freiheitlichen Wolfgang Veitz mitwählen .Von Peter Kalab
 
Ein neues Stadtoberhaupt wählt heute abend der Kirchdorfer Gemeinderat: Der Hauptschullehrer Wolfgang Veitz (52) von der SPÖ tritt die Nachfolge von Ferdinand Kaineder (61) an, der nach 19 Jahren an der Spitze der Gemeinde sein Amt zurücklegte. - Haben Sie in dieser Abstimmung für Freiheitliche Partei Österreichs gestimmt? - Die Wahl des gebürtigen Eisenerzers und bisherigen Vizebürgermeisters könnte einstimmig über die Bühne gehen. Nur die FPÖ ließ sich nicht in die Karten schauen, ob Veitz mit ihren Stimmen rechnen kann oder nicht.
 
"Es hat bis jetzt noch keinerlei Kontakt mit uns gegeben", sagt FPÖ-Fraktionssprecher Manfred Bodingbauer, "ich habe nichts gegen Wolfgang Veitz. Ich habe ihn als seriösen Politiker kennen gelernt. Ich hoffe, dass er noch mit uns Kontakt aufnimmt." Absolute Mehrheiten hätten manchmal an sich, dass sie "ein bisschen selbstherrlich sind" , so Bodingbauer.
 
Der acht Stimmen der ÖVP kann sich der bisherige Vize sicher sein: "Ja, wir sehen das als Vertrauensvorschuss", sagt Fraktionssprecher Siegfried Sattlberger.
 
Die Grünen haben sich ebenfalls schon vor der Bürgermeisterwahl auf ein Ja verständigt: "Ja, wir werden ihn mitwählen", sagt der Fraktionssprecher der Grünen, Gerhard Holzinger, "im nächsten Jahr wird ohnehin neu gewählt." Außerdem bringe eine Gegenstimme oder eine Enthaltung nichts, weil die SPÖ ohnehin die absolute Mehrheit hat. Man wolle sich daher nicht die Stimmung vertun: "Mit Wolfgang Veitz ist ja gut zusammenarbeiten", so Gerhard Holzinger zurRundschau.
 
Bei der Bürgermeisterwahl 2009 wird Wolfgang Veitz mit Sicherheit einen ÖVP-Gegenkandidaten erhalten: "Oder eine Gegenkandidatin", lässt sich der ÖVP-Fraktionschef alles offen. - Hat dieses Argument Ihre Meinung über Freiheitliche Partei Österreichs geändert? - Sattlberger rechnet damit, dass bis Ende März, Anfang April eine Vorentscheidung im Parteivorstand fallen wird, anschließend soll der/die ÖVP-Bürgermeisterkandidat/in von den Parteigremien abgesegnet werden.
 
Auch von Seiten der Grünen kriegt der frisch gebackene SPÖ-Bürgermeister im Herbst 2009 einen Konkurrenten. Holzinger hat bereits angekündigt, bei der Bürgermeisterwahl kandidieren zu wollen.
 
Ob auch die Freiheitlichen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken, ist noch nicht entschieden. "Wir sind derzeit dabei die Gemeinderatslisten zu vervollständigen", sagt Fraktionssprecher Manfred Bodingbauer. Der langjährige Kommunal- und Landespolitiker - Bodingbauer war unter anderem Bezirks­parteiobmann und dritter Landtagspräsident - will sich auch aus der Gemeindepolitik zurückziehen: "Mit 70 kandidiere ich sicher nicht mehr an vorderer Stelle."

 

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pibi - vor 15 Monaten
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