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Ernst Strasser

Ernst Strasser und die Türkei

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Man kann gute Gründe für einen EU-Beitritt der Türkei anführen. Man kann ebenso gute Gründe dagegen anführen. ÖVP-EU-Spitzenkandidat Ernst Strasser ist, scheint's, dagegen. Eigenartig nur, dass er es nicht frei heraus sagt. Und damit die Chance ergreift, sich als ein Politiker zu profilieren, der Ecken und Kanten und vor allem ein Thema hat.

In der „Pressestunde" am Sonntag blieb die Chance ungenutzt. Strasser relativierte seine jüngst deponierte Türkei-Ablehnung bis zur Unkenntlichkeit. Statt ein einfaches „Ja" oder „Nein" zu sagen, verirrte er sich zur bizarren Anmerkung, es solle „Verhandlungen", aber keine „Beitrittsverhandlungen" mit der Türkei geben. Welcher Wähler soll aus diesem Politsprech klug werden? 

Die ÖVP hat bei diesen Europawahlen eine hervorragende Startposition: Sie hat einen weithin bekannten Spitzenkandidaten. Sie hat einen hervorragenden Listenzweiten, der um Vorzugsstimmen wirbt und damit Wähler an die ÖVP bindet, die um Strasser einen weiten Bogen machen würden. Man könnte fast auf den Gedanken kommen, diese Ausgangslage sei Teil einer Strategie. Doch wer die ÖVP kennt, weiß, dass sie rein zufällig in diese win-win-Situation gerutscht ist. 
Und dass sie drauf und dran ist, ihr Glück zu verstolpern. Gestern verschwendete Strasser seine Energie in den Nachweis, dass er sich keineswegs von Othmar Kara. unterscheide. Damit macht er es nicht nur seinen, sondern auch Karas' Wählern schwer.

 

Von Andreas Koller

 

25. Mai 2009 - Quelle: mein.salzburg.com


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