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Jens Böhrnsen

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SPD
 
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Jens Böhrnsen - für

Deutscher Politiker (SPD) - Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen (seit 2005). / German politician of the SPD - Mayor of the Free Hanseatic City of Bremen (since 2005).
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Lebenslauf

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GER: Jens Böhrnsen (* 12. Juni 1949 in Bremen) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit 2005 ist er Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen. Nach dem Rücktritt Horst Köhlers vom Amt des Bundespräsidenten am 31. Mai 2010 übernahm Böhrnsen vorübergehend die Amtsgeschäfte und Befugnisse des Bundespräsidenten, da er zu diesem Zeitpunkt turnusgemäß Präsident des Bundesrates war.

 

Leben

Jens Böhrnsen wurde im Bremer Stadtteil Gröpelingen geboren. Vater Gustav Böhrnsen – von den Nationalsozialisten verfolgtes KPD-Mitglied – war mehr als zwei Jahrzehnte Betriebsratsvorsitzender der Großwerft AG Weser sowie für eine Legislaturperiode SPD-Fraktionschef in der Bürgerschaft.

Er trat mit 18 Jahren in die SPD ein. 1968 beteiligte Böhrnsen sich an den Demonstrationen gegen die Straßenbahnpreise. Nach dem Abitur 1968 am Gymnasium am Waller Ring im Stadtteil Walle studierte Böhrnsen von 1968 bis 1973 Rechtswissenschaft an der Universität Kiel. 1973 legte er das erste juristische Staatsexamen in Schleswig-Holstein ab. Er verweigerte den Wehrdienst. Nach seinem Zivildienst von 1974 bis 1975 machte er 1977 sein zweites juristisches Staatsexamen in Hamburg und wurde dann Assessor in der bremischen Verwaltung. Er wurde 1978 Richter – ab 1980 am Verwaltungsgericht Bremen und von 1991 bis 1995 Vorsitzender Richter.

Seit dem 8. Juni 1995 sitzt er für die SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft und wurde 1999 Fraktionsvorsitzender.

In einer Mitgliederbefragung der Bremer SPD wurde er am 15. Oktober 2005 zum Nachfolger Henning Scherfs als Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen nominiert (72 % bzw. 1.924 Stimmen für Böhrnsen, 27 % bzw. 721 Stimmen für Willi Lemke).

 

Bremer Bürgermeister

Am 8. November 2005 wurde Böhrnsen mit 62 Stimmen zum Präsidenten des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen gewählt.

Im Wahlkampf 2007 beteiligte sich die SPD mit Böhrnsen und den weiteren SPD-Kandidaten nicht an dem nichtkommerziellen Projekt kandidatenwatch.de mit der Begründung, dass dort die Kandidaten der rechten Parteien nicht ausgeschlossen wurden. Die FDP kritisierte das als „peinlich“ und „unverständlich“.

Bei der Bürgerschaftswahl am 13. Mai 2007 konnte die SPD unter Jens Böhrnsen 36,8 % der Stimmen gewinnen. Die SPD verlor damit zwar deutlich gegenüber 2003, wurde jedoch aufgrund der ebenfalls starken Verluste der CDU deutlich stärkste Partei und ging eine Koalition mit den Grünen ein. Am 29. Juni 2007 wurde Böhrnsen mit 47 Stimmen als Präsident des Senats und Bürgermeister im Amt bestätigt.

Vom 1. November 2009 bis 31. Oktober 2010 war Böhrnsen turnusgemäß Präsident des Bundesrates. Nach dem Rücktritt Horst Köhlers vom Amt des Bundespräsidenten am 31. Mai 2010 übernahm Jens Böhrnsen vorübergehend die Amtsgeschäfte und Befugnisse des Bundespräsidenten. Diese Funktion hatte er bis zum Amtsantritt eines neuen Bundespräsidenten wahrzunehmen. Am 30. Juni 2010 trat die Bundesversammlung zusammen und wählte Christian Wulff zum nächsten Bundespräsidenten. Bis zum Amtsantritt von Bundespräsident Christian Wulff beginnend mit Annahme der Wahl[3] war Böhrnsen Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Am 1. November 2010 übernahm die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft das Amt der Bundesratspräsidentin, Böhrnsen war bis 31. Oktober 2011 erster Vizepräsident des Bundesrates.

Bei der Bürgerschaftswahl am 22. Mai 2011 erhielt Jens Böhrnsen bei der Personenwahl aufgrund des neuen Wahlsystems 143.807 Stimmen und lag mit Abstand von allen Bewerbern am weitesten vorn. Am 30. Juni 2011 wurde Böhrnsen von der Bremischen Bürgerschaft in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt. Er erhielt 57 von 83 Stimmen, bei einer Enthaltung.

 

Mitgliedschaften

Böhrnsen ist seit 1967 Mitglied der SPD. Er ist Mitglied von ver.di, der Arbeiterwohlfahrt und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Er ist zudem Mitglied der Bremischen Evangelischen Kirche in Bremen.

 

Privates

Böhrnsen ist Vater zweier Söhne aus erster Ehe. Seine zweite Ehefrau Luise Morgenthal starb am 7. März 2007 im Alter von 58 Jahren überraschend an den Folgen einer Hirnblutung. Seit Dezember 2011 ist Böhrnsen mit der Schulleiterin Birgit Rüst verheiratet. 

 

Quelle

 

 

ENG: Jens Böhrnsen (born 12 June 1949 in Bremen) is a German politician of the SPD. Since 2005, he has served as the President of the Senate and Mayor of the Free Hanseatic City of Bremen, that is, the head of government of the city-state of Bremen. He became President of the Federal Council in 2009, and as such, he was acting head of state (31 May - 30 June 2010) following the resignation of German President Horst Köhler.

He is a lawyer by profession and served as a judge in Bremen from 1978 to 1995, when he became a full-time politician.

 

Background

Böhrnsen was born on 12 June 1949 in Gröpelingen, then a workers' district of Bremen, to parents active in the Social Democratic Party of Germany (SPD) and labor unions. His father, Gustav Böhrnsen, a communist turned social democrat, was also an SPD politician and served as chairman of the SPD group in the Parliament of Bremen 1968-1971.[1] Jens Böhrnsen joined the SPD in 1967. At the University of Kiel, he studied law, and concluded his studies with the first Staatsexamen in 1973, and the second Staatsexamen in 1977 at the University of Hamburg. He worked as an assessor in Bremen's administration, thereafter as a judge for 17 years, before he was elected to the Parliament of Bremen (Bürgerschaft).

 

Political career

In 1999, Böhrnsen was elected head of the SPD group of the Parliament of Bremen. Bremen's legislative assembly decided to elect Böhrnsen as mayor after he had won the Social Democrat primary for the mayoralty, which had become vacant after incumbent Henning Scherf announced on 28 September 2005 that he intended to resign in December. On his election on 8 November 2005 as a mayor and head of senate of Bremen, he took his oath of office.

Recently, Böhrnsen has been involved in the debate revolving around a modernization of Germany's constitution. In the process, he rejected demands for the state of Bremen to merge with Lower Saxony to form a new northern state (a unit within Germany's federal system) — a demand that had been making the rounds as Bremen is not only the smallest German state, but has also been saddled with an extraordinary amount of debt for the past 15 years. After the 2007 state elections, Böhrnsen abandoned the coalition with the Christian Democrats (CDU) and instead started a coalition with the Greens. He is longlisted for the 2008 World Mayor award.

As president of the Senate of Bremen, Böhrnsen was elected President of the German Bundesrat for the year 2009–2010, starting 1 November 2009. This office rotates between the heads of government of the states of Germany following a defined schedule. According to the German constitution, article 57, the head of the Bundresrat is the designated substitute for the President of Germany. When Horst Köhler resigned from the presidency on 31 May 2010, Böhrnsen assumed the functions of head of state of Germany until the elect. on of a successor by a Federal Convention. The successor was Christian Wulff, who assumed office upon his election on 30 June 2010.

 

Source

 

 

27. Oktober 2012

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